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Sunday, September 21, 2014

Revolverheld: Lass uns gehen! Gewinnt Raab's 10. BuViSoCo 2014

Revolverheld gewinnt, Tonbandgerät fünfter

Von Deutsche Presse-Agentur dpa

Ein Popsong über die Sehnsucht nach Ruhe hat das Rennen beim «Bundesvision Song Contest» gemacht. Die Bandmitglieder von Revolverheld konnten einen historischen Sieg einfahren. Jetzt gilt es, eine Wette einzulösen. Die Band Tonbandgerät, die für Schleswig-Holstein gestartet ist, kam auf Platz 5.
Foto: Revolverheld gewann den Bundesvisionsongcontest 2015.
Revolverheld gewann den Bundesvisionsongcontest 2015.© Swen Pförtner/dpa
 
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Göttingen. Mit einer Rekordpunktzahl hat die Band Revolverheld den «Bundesvision Song Contest» gewonnen und den Titel nach Bremen geholt. Am Ende von Stefan Raabs Gesangswettbewerb erhielten die vier Musiker aus allen Bundesländern zwischen Alpen und Nordsee höchste Wertungen. Revolverheld-Sänger Johannes Strate kündigte nach der rund vierstündigen Marathon-Show an: «Wir werden jetzt wahnsinnig feiern.» Am Dienstag wird das Quartett dann im Weserstadion vor dem Fußballspiel Werder Bremen gegen Schalke 04 auftreten: «Das war eine Wette, wenn wir hier gewinnen.»

Wieder einmal hat sich damit in dem Länderwettstreit nach Vorbild des Eurovision Song Contest ein Favorit durchgesetzt. Womöglich sprach der Text des Siegersongs «Lass uns gehen», der im Radio rauf und runter gespielt wird, auch vielen Fernsehzuschauern aus der Seele. Sie konnten am Ende der Sendung, die live von ProSieben übertragen wurde, per Telefon oder SMS abstimmen.
«Lass uns gehen» handelt von stressgeplagten Großstädtern («Bin immer erreichbar, und erreiche doch gar nichts»), die vom «Sommer in Schweden träumen». Die vier Bandmitglieder leben übrigens alle in Hamburg, nicht in Bremen, denken aber über ein Wochenendhaus auf dem Land nach, wie Strate nach dem Sieg auf der Bühne sagte.

Entertainer Stefan Raab hat den «Bundesvision Song Contest» vor zehn Jahren erfunden, als es noch so aussah, als könnte Deutschland beim Eurovision Song Contest nie gewinnen. ESC-Gewinnerin Lena hat diese Annahme widerlegt, dennoch blieb der «BuViSoCo», wie er auch liebevoll genannt wird, als Plattform für deutschsprachige Musik. Neben angesagten Künstlern wie Andreas Bourani (Bayern) und Marteria (Mecklenburg-Vorpommern) waren in diesem Jahr wieder junge Talente am Start.

Unter manchen eher belanglosen Pop- und Rapstücken überraschte Teesy (Sachsen-Anhalt). Der junge Sänger begeisterte die 3500 Zuschauer in der ausverkauften Göttinger Lokhalle mit seiner Wahnsinnsstimme und seinem smarten Auftritt in weißem Hemd, Fliege und Hosenträger. Teesy beweist, dass Soul und R&B auf Deutsch gut funktionieren können.

Überhaupt war die ganze Show in gewisser Weise eine Dauerwerbesendung fürs Musikmachen. Alle Künstler hatten sich vorab mit Raab zu kleinen Jam-Sessions getroffen, wobei teilweise Originelles zustande kam - etwa wenn Andreas Bourani R. Kellys «I believe I can fly» auf Bayerisch singt oder Miss Platnum Marlene Dietrichs «Ich hab noch einen Koffer in Berlin» interpretiert.

Zu kritisieren gibt es an so einer Show naturgemäß immer etwas: Möglicherweise war die Bandbreite an Musikstilen nicht so groß wie in vergangenen Jahren. Darüber hinaus traten in der zehnten Ausgabe unter den 16 Kandidaten nur zwei Solokünstlerinnen auf. Der Erfinder der Show zeigte sich am Ende dennoch sehr zufrieden. «Hier gibt es nur Gewinner», betonte Stefan Raab, der die Jubiläumssendung ungewohnt elegant in schwarzem Anzug und Krawatte moderierte.

Hier die Platzierungen aller 16 Kandidaten der Live-Show:
  • 1. Platz: Revolverheld, Bremen (180 Punkte)
  • 2. Platz: Jupiter Jones, Rheinland-Pfalz (124 Punkte)
  • 3. Platz: Teesy, Sachsen-Anhalt (102 Punkte)
  • 4. Platz: Marteria, Mecklenburg-Vorpommern (101 Punkte)
  • 5. Platz: Tonbandgerät, Schleswig-Holstein (87 Punkte)
  • 6. Platz: Andreas Bourani, Bayern (81 Punkte)
  • 7. Platz: Max Mutzke, Baden-Württemberg (58 Punkte)
  • 8. Platz: Maxim, Nordrhein-Westfalen (46 Punkte)
  • 9. Platz: OK Kid, Hessen (33 Punkte)
  • 10. Platz: Nico Suave feat. Flo Mega, Hamburg (28 Punkte)
  • 11. Platz: Duerer, Thüringen (25 Punkte)
  • 12. Platz: Miss Platnum, Berlin (16 Punkte)
  • 13. Platz: Sierra Kidd, Niedersachsen (15 Punkte)
  • 14. Platz: Inglebirds, Saarland (12 Punkte)
  • 15. Platz: Sebastian Hackel, Sachsen (10 Punkte)
  • 16. Platz: Kitty Kat, Brandenburg (10 Punkte)
Hier das Lied:



Und hier ist der Text:

Hallo, hallo!
Bist du auch so gelangweilt,
Genervt und gestresst von der Enge der Stadt?
Bist du nicht auch längst schon müde
der Straßen, der Menschen, der Massen?
Hast du das nicht satt?

Ich kann nicht mehr atmen,
Seh' kaum noch den Himmel.
Die Hochhäuser haben meine Seele verbaut.
Bin immer erreichbar, und erreiche doch gar nichts,
Ich halte es hier nicht mehr aus.

CHOR:
Lass uns hier raus!
Hinter Hamburg, Berlin oder Köln.
Hört der Regen auf Straßen zu füllen.
Hör'n wir endlich mal wieder,
Das Meer und die Wellen,
Lass und gehen, lass uns gehen, lass uns gehen!

 
Hinter Hamburg, Berlin oder Köln
Hör'n die Menschen auf Fragen zu stellen
Hör'n wir endlich mal wieder
Das Meer und die Wellen
Lass uns gehen, lass uns gehen, lass uns gehen

Die Stadt frisst die Ruhe
Mit flackernden Lichtern.
Schluckt Tage und Nächte in sich hinein
Gehetzte Gesichter in der drängelnden Masse
Jeder muss überall schnell sein


Zwischen den Zeilen hab' ich gelesen,
Dass wir beide weg von hier wollen
Wir stecken hier fest
Verschüttet im Regen
Und träumen vom Sommer in Schweden
.

CHOR:




Ooooooh...
       ... Lass uns gehen..
Lass uns hier raus
Hinter Hamburg, Berlin oder Köln

       ... Lass uns gehen..
Hört der Regen auf Straßen zu füllen

Können wir endlich mal wieder
Entscheidungen fällen


CHOR:



Tuesday, August 19, 2014

Herzlich willkommen nach Hause, Königin der Herzen, Conchita Wurst

Bei einem freien Konzert in Wien Ballhausplatz-



1.  Do You Believe in Life After Love (No Matter How Hard I Try, There's No Talking To You..I really don't think I'm strong enough..)
2.  That's My Destiny  (Conchita's 2012 Eurovision Song attempt, in which she placed 2nd in Austria)
3.  Rise Like a Phoenix (Europe's 2014 Eurovision's Top Song)
4.  My Heart Will Go On (This song changed Conchita's life)


Der Sieg der Freiheit, der Offenheit, der Toleranz...was Tom Neuwirth vom Anfang an gekämpft hat.



Und ist Conchita plötzlich eine Politikerin?




Opinion  REUTERS   By John Lloyd  May 12, 2014
Eurovision’s Conchita brings out Russia’s worst and Europe’s best
 

The most complicated thing said over this past weekend by a public figure came from the perfectly rouged lips of the winner of the Eurovision song contest, Conchita Wurst. “I really dream,” she said, “of a world where we don’t have to talk of unnecessary things like sexuality.”

That’s silly on two levels and deeply idealistic on a third. It’s silly, first and most evidently, because sexuality won’t be unnecessary for a long while, and may last as long as this world does.

It’s silly, second and most personally, because Wurst (her second, adopted name means “sausage” but apparently is also Austrian German slang for “whatever…”) had just won the first prize in the world’s wackiest tournament ­– the Eurovision Song Contest held this year in the Danish capital Copenhagen. She was dressed in the slinkiest of gowns hugging a perfectly sexy figure, the perfectly rouged lips set off by a perfectly trimmed black beard. ‘Unnecessary’ had nothing to do with it.

The statement is deeply idealistic because what she was saying was: it’s time we stopped thinking that it’s necessary to make a fuss about a man who’s become a woman and grown a beard. I have my thing and you have yours and if we don’t hurt each other, who is to say who’s better? It’s like … whatever.

Conchita, born Thomas Neuwirth in a small Austrian town is a kind of mascot for the European Union, which takes pride in being neither one thing nor the other – it passes laws, but is most definitely not a single state.

Conchita is everything the EU aspires to be in the eyes of the world – open, tolerant, plural, wholly accepting of every kind of sexuality in every kind of expression, shorn of narrow, cramping, sexual assumptions. She sang, in her winning number “Rise like a Phoenix” that “once I’m transformed, once I’m reborn, (I will) Rise like a phoenix!” – like the mythical bird, rising from the ashes, in Conchita’s case, the ashes of sexual prejudice.

The Russians didn’t see things that way: Conchita was fully aware of that, telling reporters on Sunday that “This was of course directed against some politicians that we know…” “Putin?” “Among others.”

Maybe she also meant back home in Austria, where less than a quarter of one of the EU’s more conservative states had expressed themselves in polls as proud that she was representing their country.

But none expressed themselves publicly like leading Russian politicians felt it was necessary to do. Deputy Prime Minister Dmitry Rogozin employed sarcasm: he tweeted that the win “showed supporters of European integration their European future: a bearded girl.”

Culture Minister Vladimir Medinsky preferred irony. Claiming he was distressed that his children had watched Eurovision, he tweeted — “how am I going to explain all this to them in a ‘politically correct’ and ‘tolerant’ way?”

More crudely, the never-to-be-outdone leader of the Liberal Democratic Party Vladimir Zhirinovsky spat that “Fifty years ago the Soviet Army occupied Austria. We should have stayed there.”

 
As Conchita celebrated the ballot results in Copenhagen, the organizers of a grimmer referendum in eastern Ukraine set up booths in schools, churches and the streets to tally support for a vaguely worded resolution that could lead Donetsk, Slavyansk and Luhansk to greater autonomy and, perhaps, a union with Russia.  And what a Russia it has become.

European tolerance is seen by its leaders as degeneracy; a willingness to acquire territory by force and by guile; an attachment to race, so that ethnic Russians everywhere outside of Russia should be seen as “ours” and, where possible, brought back – along with the land they live on — to Mother Russia.

In case there’s any question about how all of this is playing in the rest of Europe, the Eurovision contest offers another insight.

Russia’s contestants, two sweet-faced sisters named Tolmachevy, suffered boos when they qualified for the finals. A long way from its 2012 entry, the Buranovskiye Babushki, a group of grannies whose sprightly number — “Party for everybody” — got a standing ovation and nearly won the whole competition.

What a difference intolerance, and an invasion, makes.

PHOTO: Conchita Wurst representing Austria performs the song “Rise Like a Phoenix” after winning the grand final of the 59th Eurovision Song Contest at the B&W Hallerne in Copenhagen May 10, 2014. REUTERS/Tobias Schwarz