Tuesday, December 17, 2013

Samy DeLux "Keine Wahre Geschichte"

 Zwei Jungen haben Pläne und Ziele...



Text:  

Stell dir vor, wie'n Junge seine Gitarre spielt           sich vorstellen (dativ) = imagine
Während'n Haus weiter'n Junge mit 'ner Knarre spielt
Sie sind beide circa 15 mitten in der Pubertät
Werden beide ständig gemobbt, wenn sie zur Schule gehen,
Aber von anderen Schülern, auf einem andern Weg
Sie gehen auf andere Schulen, sie ha'm sich nie gesehen
Der eine lebt nur mit Mama, sie ist allein erziehend
Der andere hat beide Eltern, doch ständig streiten sie
Beide fühlen keine Liebe, ha'm beide keine Freunde
Aber ha'm beide Ziele, kleine, geheime Träume
Der eine schreibt seine Lieder und will ein Sänger werden
Träumt von dem Tag, an dem die an der Schule endlich merken
Dass er'n cooler Typ ist, er will auf Bühnen stehen
Und er übt deswegen, weiß, man muss sich Mühe geben
Der andere sitzt'n Haus weiter und is' am Überlegen
Wie er sein' Respekt bekommt, kann mit kei'm drüber reden
Auch er is'n cooler Typ, und will, dass alle's endlich merken
Aber in sei'm Plan müssen dafür Menschen sterben
Vor 'ner Woche nahm er all sein Gespartes
Kaufte sich 'ne Waffe und die Kugeln gab's gratis
Und jetzt, wo er mit der Waffe so da sitzt
Fühlt er sich, als ob er so stark ist
Und er wartet einfach nur auf Anbruch des Tages
Weil er weiß, dass morgen sein Tag ist...

Und der Tag beginnt, der eine is'n braves Kind
Küsst seine Mama bevor er sich seine Gitarre nimmt
Sagt „Ich geh in Park Mum, wir sehen uns dann später“
Der andere nimmt sich grade seine 9mm
Beide gehen unabhängig voneinander zum Fußballfeld
Jeder fühlt sich auf seine eigene Weise wie'n Superheld
Wollen wir doch mal sehen, wer hier wen für ein' Loser hält
Es wird endlich Zeit, dass ich zeig', wer ich bin
Und der Eine fängt an seine Saiten zu stimmen
Und die Leute hören den Sound schon von Weitem erklingen
Und er sieht an den Gesichtern wie begeistert sie sind
Er bekommt mehr Mut, fängt an' leise zu singen
Während der Andere eben noch im Vereinshaus verschwindet
Um für seine Portion Mut noch kurz einen zu trinken
Denn heute spielen die Schulen der beiden gegeneinander
Das halbe Viertel ist da und das macht es noch interessanter
Er atmet durch, lädt durch, will jetzt Blut vergießen
Bereit, die ganzen Jungs aus seiner Schule zu erschießen
Kommt raus, unter seiner Jacke die Waffe
Aber plötzlich hört diese schöne Gitarre
Er spürt den Schmerz in der Melodie und erkennt sich selbst
Und während er näher kommt, sich zwischen all die Menschen stellt
Und mit ihnen zusammen diese schöne Musik genießt
Spürt er die positive Energie die fließt, wie du siehst

Und der Anpfiff kommt, und das Spiel fängt an
Und die Schüler stürmen alle hin zum Spielfeldrand
Nur noch der eine, der dasitzt und singt
Während der andere nur dasteht und nickt
Beide mit Augen zu, verloren in Gedanken
So wie ich gerade, als diese Worte hier entstanden
Denn sie wissen, so wie ich es weiß
Gute Musik rettet Leben, gibt uns Sicherheit mit Sicherheit
Auch wenn uns gar nichts sonst mehr Hoffnung gibt
Egal ob Rap oder Reagge, House, Pop oder Rock-Musik
Und objektiv gesehen, ist diese Story total kitschig
Aber trotzdem ist mir die Moral wichtig - ja, richtig
Die beiden wurden Freunde, hingen ab vor ihr'm Gebäude
Machten Musik, hörten Musik und entertainten Leute
Und weil schon klar war, dass es eh'n Happy Ende gab
Der eine wurde Superstar, der andere sein Manager
Und du hörst mich reden, denkst, das kann's nich' wirklich geben
Und ich hör' dich denken, sollte lieber tödlich enden
Wollt ihr lieber hören, dass der Gitarrenspieler stirbt?
Is' ja kein Wunder, dass alles immer negativer wird
Ich hätt' die Story enden lassen können als Massaker
Wahrscheinlich wär's dann für die Teenies hier ein Klassiker

Aber ich sing' über die Hoffnung so wie Jan Delay
Den negativen Scheiß machen „Andere(y)“

(4x)
Dies is' keine wahre Geschichte  (...leider..)
Dies is' keine wahre Geschichte
Doch ich wünschte, sie wär's
Ich wünscht' es so sehr

So sehr

Stopp

No comments:

Post a Comment