Friday, September 17, 2010

Ein Jahr in Deutschland? Warum nicht?

Ein Jahr. Eine Sprache. Eine Kultur.


Hallo! Ich bin Erin McAuliffe, eine 19 jährige Studentin aus Beverly, Massachusetts. Ich habe meinen High School Abschluss im Juni 2009 gemacht. Als sich viele meiner Mitschüler für die Unis beworben haben, bewarb ich mich für ein Austauschprogramm. Ich wollte immer ein Auslandsjahr in High School machen, und das klappte nur nach dem Abschluss.


In der High School hatte ich immer französisch gelernt, aber ich wollte ein Auslandsjahr in Deutschland (oder Österreich, oder der Schweiz) machen. Ich besuchte die Länder einen Sommer davor, und fand das Essen, die Leute, das Land, und die Kultur voll interessant und schön. Nach wenig Zeit fand ich das Parlamentarisches Patenschafts-Programm; ein ganzes Stipendium für Schüler zwischen 15-18 um ein Jahr in einer deutschen Familie und Schule zu verbringen. Ich bewarb mich für das Programm, wurde angenommen, und im September 2009 bin ich mit meiner Posaune (trumpet), einem 22 kg Koffer, einem Deutsch-Englisch Wörterbuch, Angst, Aufregung, und KEINER Kenntnis der deutschen Sprache nach Deutschland geflogen!

Ich kann mich immer noch an meinen ersten Tag erinnen als ich in meiner ersten neuen Familie und meinem neuen Haus ankam. Meine Familie war total nett und lieb, aber sie konnten fast kein Wort englisch, und ich konnte nicht mehr als “Hallo, ich bin Erin und ich komme aus den USA” auf Deutsch sagen.


In der ersten Woche haben wir viel auf Papier gezeichnet, wenn wir mit einander gesprochen haben. Deutsch lernte ich richtig schnell, weil ich mit meiner Familie Deutsch sprechen musste, und ich war auch in einer Sprachschule für ein Monat. Nach 4 Wochen besuchte ich die Realschule in meinem Dorf. Ich konnte mich ohne Probleme mit den anderen Schülern unterhalten. Ich habe auch genug verstanden um eine EINS in Mathe UND auch in Deutsch zu schreiben in meiner ersten Woche! Nach 2 Wochen wechselte ich zu einem Gymnasium.

Auf meiner neuen Schule hatte ich viele Fächer, und die meisten waren am Anfang richtig schwer. Ich hatte Unterricht in Geschichte, Politik, Musik, Biologie, Englisch, Deutsch, und Mathe. Nach der Schule hatte ich auch einen Theater Unterricht, einen Tanzsportkurs, Big Band und eine Dixieland Jazz Gruppe, Orchester, und Bläserorchester. Zusätzlich half ich in der 5. Klasse mit Englisch.


Geschichte war am Anfang der schwerste Kurs für mich. Ich konnte am Anfang kaum etwas verstehen, und ich glaube, dass ich erst nach Weihnachten alles endlich verstanden habe. Im Mai schrieb ich "die große Klausur" in diesem Kurs, und ich habe die Klausur bestanden! Ich schrieb alle Klausuren in meinen Fächern und habe viele Punkte gesammelt. Im April und Juni hielt ich auch Präsentationen in meinem Politik Unterricht. Am Anfang des Jahres dachte ich, es wäre unmöglich in einem Jahr eine Sprache fleißend sprechen zu lernen. Ich hatte mich geirrt, denn da stand ich mit 2 meinen Mitschüler vor der Klasse, und trotz meiner Nerven hatte ich fließendes, richtiges Deutsch gesprochen .

Die Schule war ein großer Teil meines Austauschjahrs, aber ich erlebte auch viel außerhalb der Schule. Ich hatte viele Freunde gefunden, und ich hatte sehr viel mit denen erlebt. Ich hatte auch Posaune in vielen Ensemblen gespielt und auch viele Leute in den Ensemblen kennengelernt. Ich durfte an Konzerten, Musikfreizeit, und Festen teilnehmen. Es war auch sehr interessant um zu sehen, wie die Musik und Aktivitäten in Deutschland anders als sind, als in den USA.

Das Parlamentarisches Patenschafts-Programm, oder Congress-Bundestag Youth Exchange ist ein bisschen anders als normale Austauschorganizationen, weil es ein Regierungsstipendium ist. Ich musste auch immer was für den Bundestag machen. Ich habe 2 Berichte geschrieben in meinem Jahr, und ich war auch am Ende eine Woche in Berlin mit den anderen Stipendiaten. Während des Jahres hatte ich einen Bundesparter in Celle, Henning Otte, und wir haben uns oft getroffen, und auch Aktivitäten zusammen mit den zwei anderen Stipendiaten in Celle gemacht. Es war für mich ein persönlicher politischer Eindruck von Deutschland.

Meine zweite Familie war auch sehr wichtig für mich. Ich fühlte mich immer zu Hause und ich fühlte mich echt wie ein Teil ihrer Familie. Ich habe “Apple Pie” für Muttertag und Vatertag gebacken, ja, einen sehr amerikanischen Kuchen!


Ich habe schon das Geld für eine Flugkarte nach Deutschland im Sommer 2011 gespart, um meine Familie und Freunde wieder zu sehen, und ich freue mich sehr!

Man sagt öfters dass, wenn man im Ausland ist, man lernt nicht nur das neue Land besser kennen, sondern auch sein eigenes Land. Das stimmt für mich auf jeden Fall. Am Anfang, habe ich von meinen Mitschülern sehr oft gehört, “Die Amerikaner essen nur Fastfood; und die haben alle Waffen im Haus”. Meine Mitschüler waren sehr neugierig mit mir zu sprechen und um zu hören wie das Leben in den USA wirklich ist. Das, was sie über Waffen und Fastfood gesagt hatten, brachte mich immer zum Lachen, weil meine Familie sehr Gesund isst. Auch hat fast keiner hier in Massachusetts eine Waffe im Haus. Sie waren begeistert, zu hören, dass ich bis dahin noch nie bei Burger King gegessen habe. Die Schüler waren sehr interessiert, und zusammen haben wir öfters und lange gesprochen.


Ich habe auch viel über Politik gelernt, z. B. über was die Deutschen von uns in den USA halten, dass wir immer noch einen Krieg in den Mittelosten führen. So schön war das nicht immer zu hören, aber es tut gut einfach die Welt von einem neuen Perspektive zu sehen. Von negativen Einflüssen sollte man nicht fliehen. Man lernt viel dabei, und wird auch dabei manchmal noch patriotischer wie sonst.

In meinem Jahr lernte ich auch viel über Deutschland und die deutsche Kultur. Im Vergleich zu den USA sind die Deutschen mehr mit Recycling begeistert und mehr aktiv. Um die Umwelt sind alle Deutschen sehr besorgt. Wenn man in einen Lebens-Mittel Laden um einzukaufen geht, muss man entweder seine eigenen Taschen mitbringen, oder für die Plastik Tüten bezahlen. Es gibt auch viele verschiedenen Mülltüten und die Deutschen sind völlig treu ihnen zu. Jetzt versuche ich mich hier mit dem Recycling zu verbessern.


Etwas, dass ich auch gemerkt habe, ist, dass die Deutschen überall hin mit dem Fahrrad fahren. Ich musste auch immer in Deutschland mit dem Fahrrad fahren. und eigentlich fand ich das Fahrradfahren echt praktisch und schön. Ich habe jetzt mein Fahrrad hier mit auf der Uni gebracht, weil ich jetzt an das Fahrrad fahren gewöhnt bin, und ich finde die extra Fitness gar nicht schlecht!

Meine Erfahrung in Deutschland war etwas besonders, dass ich nicht nochmal erfahren kann, und ich bin sehr dankbar die Erfahrung haben zu dürfen. Ohne dieses Stipendium hätte ich nie ein Auslandsjahr machen können. Das Parlamentarisches Patenschafts-Programm gab mir die Möglichkeit ein Jahr in Deutschland zu verbringen, auch wenn ich kein Deutsch vorher kannte.


Meine Ziele für das Jahr waren

• viele Freunde zu machen;

• fließendes Deutsch sprechen zu lernen; und

• einen positiven Eindruck in Deutschland hinter zu lassen.


Ich glaube dass, wenn man sich wirklich entschlossen hat etwas zu tun, führte man das aus.

• Ich habe viele gute Beziehungen mit Freunden, Lehrer, und Leuten aus Deutschland, mit denen ich immer noch Kontakt halte.

• Schließlich, denk mal dran...vor einem Jahr konnte ich kein Wort Deutsch....12 Monate später kann ich diesen ganzen Bericht auf Deutsch schreiben! Ich werde auch jetzt Deutsch in der Uni studieren.


Es stimmt: Alles, was in einem Jahr passieren kann ist unglaublich. Für mich ist dieses tolle Jahr in Deutschland auch absolut unvergesslich. -- Erin McAuliffe

3 comments:

  1. I would love to spend a year abroad. I think travelling gives one so much perspective, and living there even more.

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  2. Ich wuerde ein Jahr im Deutschland lieben. Meiner Bruder ist jetzt im Deutschland und er liebt die Kultur. Ich glaube dass ich Deutsch sehr besser nach ein Jahr im Deutschland sprechen wuerde.

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